Fakten und Überlegungen zur Innovations- und Entwicklungsfähigkeit von Schweizer KMUs

Innovations- und Entwicklungsfähigkeit von Schweizer KMUs

Bild CH KMU Blog

Die KMUs müssen sich nicht verstecken. Das gilt zumindest für die jüngere Vergangenheit und Gegenwart. Mit Blick auf die Zukunft wäre aber mehr Speed und teilweise eine mutigere „Gen-Pool-Erneuerung“ angebracht. Denn: der natürliche Verlauf von Erfolgs- und Entwicklungskurven ist naturgemäss früher oder später abfallend, sofern kein Gegensteuer gegeben wird. Dieselben Schlussfolgerungen gelten übrigens mehrheitlich auch für den grossen Bruder, den Deutschen Mittelstand.

Im „Best Countries Ranking 2019“ (Quelle: U.S. News & World Report) rangiert die Schweiz immerhin auf Platz vier (vor Japan, Deutschland und USA) hinsichtlich optimaler Voraussetzungen für Unternehmertum und Startups.

  • Gemäss KPMG beliefen sich die Outbound Aktivitäten mit Schweizer Beteiligung im Jahr 2018 auf über 50 Milliarden US Dollar (Total Transaktionswerte der weltweiten Fusionen und Übernahmen von ausländischen Firmen).
  • Dabei machen die Investitionen mit Schweizer Beteilung im Bereich „Technologie, Medien und Telekommunikation“ 14% aus; bricht man die Zahlen auf die Schweizer KMU Landschaft herunter, so machen die Outbound Investitionen im Bereich „Technologie, Medien und Telekommunikation“ nur noch 9% aus (Quellen: Zahlen von 2018, von KPMG und Deloitte).
  • Und was sagt uns das jetzt? – Insgesamt steht die Schweizer Volkswirtschaft ganz gut da. Sicher gestern und heute. Und ziemlich sicher auch noch morgen. Aber wie verhält es sich mit übermorgen?
  • Die gigantischen Investitionen in USA und im Raum Asia-Pacific in Hightech-Firmen und im Bereich R&D führen zu regelrechten Technologie Sprüngen, die das Marktumfeld in den jeweiligen Branchen stark bewegen und Geschäftsmodelle nachhaltig verändern.
  • Entsprechend sehen Schweizer Unternehmen 2018 gemäss der FHS St. Gallen im technologischen Wandel den wichtigsten Treiber für Veränderung.
  • Tatsache ist aber auch, dass in der Regel die Agilität gerade bei den größeren KMU’s aus strukturellen Gründen bereits recht eingeschränkt ist – der Aufbau interner Innovationszentren kann Jahre dauern und er kann aus zahlreichen Gründen scheitern.
  • Auch wenn Akquisitionen mit viel Herausforderungen und Risiken verbunden sind werden auch die Schweizer KMU vermehrt über „Gen-Pool-Erneuerungen“ im Technologie- bzw. Hightech-Umfeld nachdenken müssen – als umsichtiges Unternehmen sollte man zwar nicht immer bei den First Movern sein, aber immer nur reaktiv zu sein ist, gerade im Bereich der Innovation neuer Business Modelle, irgendwann zu wenig.
  • Deswegen braucht die Schweizer KMU Landschaft, ergänzend zur wichtigen Schweizer Qualitäts-Mentalität, einen Tick mehr Bereitschaft, Speed mittels Trial-and-Error-Herangehensweise zu generieren und so den Anschluss langfristig zu gewährleisten.